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Adventliches Beisammensein Wein- und Schlemmerstand Sa.2.12.2017 ab 14:00 Uhr
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Pressemeldung zu 650-Jahre Martinsthal & 85. Weinfest

Licht- und Ton-Show zum 650. Geburtstag von Martinsthal

26.08.2013 - MARTINSTHAL

Von Christina Schultz Wiesbadener Tagblatt

Das 85. Martinsthaler Weinfest sprengte jede zuvor da gewesene Veranstaltung des kleinen Weindorfes. „Schauen Sie sich das an, wir haben jetzt schon so viele Besucher wie sonst an drei Weinfesttagen zusammenkommen“, begeisterte sich Ortsvorsteher und Erster Vorsitzender des Verkehrsvereins, Gregor Schwiebode, am Eröffnungstag des Jubiläumsweinfestes.

In Scharen strömten die Besucher zum Festplatz in den Weinbergen oberhalb des Dorfes, ein Gelände in der berühmten Weinbergslage „Wildsau“. Hierher wurde zum ersten Mal das gesamte Weinfest vom Weinprobierstand verlegt. Gleich zwei Jubiläen konnte Martinsthal feiern, den 650. Geburtstag des Weindorfes und sein 85. Weinfest.

In Erinnerung, woher die Martinsthaler kommen, nämlich von der früheren Siedlung Rode auf der Anhöhe, habe man das Fest hierher verlegt und wolle durch Programmhöhepunkte die Geschichte des Dorfes erlebbar machen, versicherte Gregor Schwiebode, der das Fest zusammen mit den Winzern Walter Schlepper, Guido Arnold, Stefan Keßler und Andrea Jakob organisiert hatte.

Homepage überlastet

Viele Helfer wie die Feuerwehr wurden mobilisiert, die für die Parkplätze und Shuttlebusverbindung sorgten. Alles, was Beine hatte, war unterwegs zur „Wildsau“, von überallher kamen die Besucher. „Unsere Homepage hat ihren Geist aufgegeben vor lauter Zugriffen, mein Telefon hat nicht stillgestanden. Jeder wollte wissen, wie er zum Fest kommt“, verriet Schwiebode. Schnell waren alle Sitzplätze vor der großen Bühne belegt, vor den Bewirtungsständen tummelten sich die gut gelaunten Gäste. Glücklich konnte sich derjenige schätzen, der gleich nebenan ein Gartengrundstück zur Verfügung hatte oder wohlüberlegt für seinen eigenen Klappstuhl und Campingtisch sorgte.

Hier oben schmeckte der Riesling oder Aperol Spritz noch mal so gut, das Unterhaltungsprogramm von den „Schlappmäulcher“ des Mundart-Vereins über Gesangseinlagen, Tanzdarbietungen und musikalische Unterhaltung an allen Tagen ließ das Publikum herbeiströmen. Moderiert wurde das Ganze von Gregor Schwiebode und Elena Benischke, der ehemaligen Rheingauer Weinkönigin.

Feuerwerk der Farben

Bei Einbruch der Dunkelheit warteten die Festgäste gespannt auf das Highlight der Veranstaltung. An zwei Abenden rückte Lichtdesigner Joachim Jakob, bekannt als „Jobbo“, mit seiner spektakulären Light-Show die berühmteste Lage der Weinbaugemeinde ins rechte Licht. Der Text dazu stammte von Ingo Swoboda, der von Sprecher Michael Betz in Szene gesetzt wurde. Acht Mitarbeiter installierten in stundenlanger Arbeit die gesamte Technik in den Weinbergen, 120 Scheinwerfer wurden dafür wetterfest verbaut; die Steuerung erfolgte zentral über Funk. Das „Weinberg-Leuchten“ erzählte mit einer ungewöhnlichen Licht- und Ton-Show die 650-jährige Geschichte Martinsthals, und wie aus einer kleinen Gemeinschaft, der Siedlung Rode, die heutige Weinbaugemeinde wurde.

Ein Feuerwerk der Farben, das das gesprochene Wort in einen ganz besonderen Zauber verwandelte. Sanfte Klänge wechselten sich mit Kriegsgeheul ab, Hunderte verschiedene Lichtstimmungen wirkten auf den Weinberg und seine Zuschauer ein. Das Ergebnis und der begeisterte Applaus sprachen für sich.

Weinfest mit großer 650-Jahr-Feier in den Weinbergen Rheingau Echo 22.8.2013

 

 

Zum Jubiläum erstrahlt die Martinsthaler Wildsau im bunten Glanz / Attraktives Programm

Martinsthal. (chk) – Zum 650-jährigen Jubiläum Martinsthals und zum 85-jährigen Jubiläum des Weinfests hat der Verkehrsverein Martinsthal von Freitag, 23. August, bis Sonntag, 25. August, für das kleine Weindorf ein großes und außergewöhnliches Programm organisiert. Dazu wurde das gesamte Weinfest vom Weinprobierstand in die Weinberge verlegt. Höhepunkte werden am Freitag und am Samstag gegen 22.30 Uhr eine imposante Weinbergbeleuchtung der berühmten Weinbergslage Wildsau mit emotionaler Musik und Texten zur Geschichte Martinsthals sein.

Am Freitag öffnen die Stände in den Weinbergen um 18 Uhr. Bevor „Jobbo“ Joachim Jakob die Weinberge in einer spektakulären Licht-Show erstrahlen lässt, erleben die Weinfestbesucher ab 19 Uhr einen unterhaltsamen Martinsthaler Abend mit den Rheingauer Schlappmäulcher, dem Gesangverein Sängerlust und den Gottestalern.

Am Samstag öffnen die Stände um 18 Uhr, und am Abend rockt die Wildsau in den Weinbergen: Der King of Soul, Waymond Harding & his Soulprotectors bieten hochkarätige musikalische Unterhaltung, die um 22.30 Uhr vom grandiosen Lichtspektakel unterbrochen und anschließend fortgesetzt wird.

Am Weinfestsonntag wird der katholische Festgottesdienst mit Posaunenchor-Begleitung um 10 Uhr in den Weinbergen gefeiert. Beim anschließenden Frühschoppen ab 11.30 bietet das Show-Orchester Rheingau-Mitte fetzige Musik. Ab 14 Uhr gestaltet das Team vom „Müze“ Eltville ein Kinderprogramm, und um 15.30 Uhr wird eine Tanzgruppe der Kindertagesstätte das Publikum mit einem Tanz erfreuen.

Ein weiterer Höhepunkt wird um 16 Uhr die Krönung der neuen Martinsthaler Weinkönigin Lisa Seyffardt und die Verabschiedung der bisherigen Weinkönigin Julia Jakob sein. Die zukünftige Weinkönigin Lisa darf sich über ihre neue Weinprinzessin Elisabeth Kunkel freuen, die ebenfalls an diesem Weinfestsonntag gekrönt wird.

Ab 18 Uhr gestalten die Pullies den musikalischen Ausklang des Weinfestes. An allen drei Tagen ist für eine gute Bewirtung gesorgt, natürlich auch mit den Weinen der Martinsthaler Winzer. Dafür wird ein Festglas zum 650-jährigen Jubiläum angeboten.

Der Eintritt zur Jubiläumsfeier mit allen Veranstaltungen ist frei. Sonderparkplätze sind ausgewiesen: Aus Richtung Walluf kommend können Weinfestbesucher vor dem Ortsteingang Martinsthal rechts in einen Feldweg abbiegen, wo zahlreiche Parkplätze zur Verfügung stehen. Besucher aus Richtung Eltville, Schlangenbad und Rauenthal können über die Wiesenstraße zum Weinprobierstand fahren, wo ebenfalls ein großer Sonderparkplatz eingerichtet wird.

Martinsthaler Wildsau erstrahlt im bunten Glanz

650 Jahre Martinsthal und das 85. Weinfest - Grund für den Verkehrsverein Martinsthal zu einer spektakulären Lichtschow mitten in den Weinbergen. Das Weinfest wurde dazu vom Weinprobierstand in die Weinberge verlegt. Dort wird 3 Tage gefeiert.
Los geht es am Freitag 23.8.2013 um 19 Uhr mit den Gottestalern und einem Programm mit Rheingauer Mundart und Gesang.

 

Hier finden Sie das ganze Programm.

 

Die ganze Pressemitteilung zum Download.

Der unwiderstehliche Lockruf der Steuerfreiheit FAZ vom 9.8.2013

 Zehn Jahre Steuerfreiheit: Als Martinsthal im Rheingau vor 650 Jahren gegründet wurde, gab es noch solch schönen Vergünstigungen. Jetzt feiert die Stadt ihr Jubiläum.          

Von         Oliver Bock  FAZ   

   
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Dem Lockruf des Geldes vermochte schon vor sechseinhalb Jahrhunderten niemand zu widerstehen. Als der Mainzer Erzbischof Gerlach von Mainz 1363 den Bewohnern des nördlich vom Wallufbach liegenden Dorfes Rode anbot, ihre Heimat aufzugeben und sich einige Kilometer entfernt, hinter dem Rheingauer Gebück, neu anzusiedeln, da wurde im Dorf nicht lange gezögert. Schließlich gewährte der Erzbischof für die Dauer von zehn Jahren Steuerfreiheit, und er verlangte im Gegenzug nur, dass die künftigen Bürger von Martinsthal einen ihnen zugewiesenen Abschnitt des natürlichen Schutzwalls „Rheingauer Gebück“ gegen Raubritter und Gesindel aus dem Taunus verteidigten. Ein Pflicht, die im ureigenen Interesse der Rheingauer Neubürger lag, denn das Gebück gewährte Schutz und Sicherheit in unsicheren Zeiten.

Die nur noch in einer Abschrift vorhandene Urkunde, mit der der Mainzer Erzbischof die Gründung von Martinsthal offiziell verfügte, ist auf den 8. April 1363 datiert und das älteste Zeugnis der Geschichte dieses Rheingauer Weindorfs. Den Bürgern wurde darin verbrieft, ihr Dorf nach dem Ratschlag des Eltviller Bürgermeisters befestigen zu dürfen.

„Neudorf“ setzte sich als Name durch

Gerlach verfolgte mit der Dorfgründung vor allem das Ziel eines erweiterten Schutzes für den Rheingau, der seit der Veroneser Schenkung von 983 dem Mainzer Bistum zugehörig war. Die östliche Grenze des Rheingaus bei Walluf, Rauenthal und Martinsthal galt als die verwundbarste Stelle dieses Besitztums. Im „Rheingauer Weistum“ war deshalb zu den Pflichten und Rechten der Rheingauer unter dem Krumstab des Mainzer Bischof als Landesherren festgelegt, dass die Rheingauer Bürger ihre Heimat selbst verteidigen und deshalb das Gebück in Ordnung halten mussten.

Nach den Recherchen von Patrick Kunkel, dem heutigen Bürgermeister von Eltville, war das neue Dorf amtlich als „Martinsthal“ gegründet worden. Tatsächlich aber sprachen die Dörfler nur vom „neuen Dorf“, und der Name „Neudorf“ setzte sich tatsächlich durch, wie Kunkel in seiner 1988 erschienen Dorfchronik beschreibt. Das Selbstbewusstsein in Neudorf spiegelte auch der Bau einer eigenen Kirche wider. Anfänglich noch zu Eltville gehörend, emanzipierten sich die Neudorfer schnell. Rund 40 Jahre nach Gründung erhielten sie einen eigenen Schultheiß und reservierten den Bauplatz für die eigene Kirche, für deren Bau zu Ehren der beiden Märtyrer Laurentius und Sebastianus und für die Anstellung eines Pfarrers sie im Jahr 1429 das Recht erhielten. Im Lauf der Jahrhunderte wurde das zunächst sehr bescheidene und kleine Gotteshaus dann mehrfach erweitert und renoviert - bis es den Ansprüchen nicht mehr genügte und ein Neubau errichtet wurde. Der allerdings ist heute zu groß, so dass die Kirchengemeinde nach einer noch anstehenden, umfassenden Renovierung wieder die „alte“ Kirche bezieht.

Namensänderung wegen des Weins

Neben den beiden Kirchen ist das Gasthaus „Krone“ das prägendste Gebäude in Martinsthal. Das architektonisch imposante Haus war Ende des 16. Jahrhunderts gebaut und zunächst als Rathaus und als Backhaus genutzt worden. Heute gehört es zum ortsansässigen Weingut Keßler und ist als Gasthaus mit regionaler Küche recht beliebt.

Je mehr der Weinbau an Bedeutung in Neudorf gewann, desto mehr wurde der höchst verwechselbare und profillose Dorfname zur Last. An „Neudorfer“ Wein bestand wenig Interesse, zumal es nach dem Ersten Weltkrieg im Deutschen Reich fast 100 Siedlungen mit Namen Neudorf gab, dazu noch mehr als 30 Mal Neustadt. Neudorf passte nicht länger für ein Weindorf im Rheingau, das sah schließlich auch Philipp Prinz von Hessen ein, der im Januar 1935 als damaliger Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau der Namensänderung seinen amtlichen Segen gab. Mit einem großen Fest wurde die Rückbenennung in den Ursprungsnamen gefeiert. Die Selbständigkeit unter dem neuen alten Namen dauert aber nur gut vier Jahrzehnte. Im Dezember 1976 fand die letzte Sitzung der Gemeindevertretung statt, denn mit dem Jahresbeginn 1977 wurde aus Martinsthal ein Eltviller Stadtteil. Der letzte hauptamtliche Bürgermeister, Franz Weißengerber, wurde zum Ehrenbürger ernannt. An Selbstbewusstsein und am dörflichen Charakter mangelt es Martinsthal bis heute nicht. Die gute Erreichbarkeit und die Nähe zu Wiesbaden und Mainz und dem Taunus beschert Martinsthal viele Gäste. Nur der Autoverkehr ist ein Fluch, gegen den sich die Martinsthaler eine Ortsumgehung wünschen. Der ist allerdings nicht so leicht wie eine Namensänderung zu erfüllen.

Das Jubiläum 650 Jahre Martinsthal und das 85. Weinfest werden vom 23. bis 25. August gefeiert. Höhepunkt ist ein Weinbergsleuchten. Nähere Information zum Programm im Internet auf der Seite www.verkehrsverein-martinsthal.de

Bilder vom 1.Weinfest  und Bilder von früheren Weinfesten..

 

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Martinsthal feiert 650. WK + TG vom 18.7.2013

 

18.07.2013 -
MARTINSTHAL

Von Bernd
Minges WK und TG

Eine Schwachstelle im Rheingauer Gebück war
der Ursprung von Martinsthal. Wo sich heute der Verkehr durch die enge
Hauptstraße quält, und wo in der Ortsdurchfahrt B 260 laut Ortsvorsteher Gregor Schwiebode pro Minute mindestens ein Lkw gezählt wird, wollten die Mainzer Erzbischöfe unterhalb von Rauenthal die Ostflanke des Schutz- und
Verteidigungsstreifens verstärken. Deshalb forderte Erzbischof Gerlach von
Nassau vor 650 Jahren die Bewohner des weiter östlich gelegenen Dörfchens Rode dazu auf, ihre Häuser zu verlassen und westlich des Wallufbachs ein neues Dorf zu gründen.

Angebot des Erzbistums

Dafür versprach er zehn Jahre Steuerfreiheit, zollfreien Kauf
und Verkauf von Waren in Mainz und die Befreiung von Frondiensten. Das Angebot ist durch eine Urkunde aus dem Jahr 1363 belegt. Sie bezeugt den Eingriff des Erzbischofs und Kurfürsten von Mainz in den Einflussbereich der Nassauer Grafen, wie in der Chronik des Martinsthalers Patrick Kunkel, heute Eltviller Bürgermeister, nachzulesen ist.

Eberhard Kümmerle, der sich vor der 650-Jahr-Feier auch intensiv mit der Martinsthaler Geschichte befasste, weist darauf hin, dass nicht alle Roder Bürger dem Angebot folgten und einige sich auch in Oberwalluf
niederließen im Bereich des nassauischen „Lindauer Gerichts“.

Von der früheren Siedlung Rode und dem Kloster gibt es keine
Überreste mehr. Nur noch die Rödchen-Kapelle erinnert an sie. Die Feldkapelle
wurde 1804 nach dem Abbruch der Klosterkirche errichtet.

Eine Zeichnung des Engländers John Morray zeigt Martins-thal,
das wegen der Neugründung über Jahrhunderte nur „Neudorf“ hieß, noch um 1830 mit einer Befestigungsmauer und einem „Stadttor“.

 

 

 

 

 

Bei der 650-Jahr-Feier im August soll „Geschichte erlebbar
werden“, kündigt Ortsvorsteher Schwiebode an, der als Vorsitzender des
Verkehrsvereins das Geburtstagsfest mit dem Vorsitzenden des Weinbauvereins, Walter Schlepper, und Andrea Jakob organisiert, deren Mann Joachim für eine imposante Lichtshow in den Weinbergen sorgen wird. Ins rechte Licht gerückt wird dann auch die berühmteste Lage der Weinbaugemeinde, die Martinsthaler
Wildsau, die den Bekanntheitsgrad der Spitzenlagen „Langenberg“ und „Rödchen“ übertrifft.

Mit neun Haupterwerbswinzern ist der Weinbau in der bis Ende
1976 selbstständigen Gemeinde, die heute laut Bürgermeister Kunkel 1400
Einwohner zählt, noch vergleichsweise stark vertreten. Und das Weindorf kann
sich immer noch rühmen, mit Marika Gebhardt und Ulrike Seyffardt gleich zwei
Deutsche Weinköniginnen sowie fünf Rheingauer Majestäten hervorgebracht zu
haben.

Zwei Kirchen

Böse Zungen könnten sagen, dass die Infrastruktur des
Eltviller Stadtteils aus einer Tankstelle (die zweite befindet sich auf
Rauenthaler Gemarkung) und – noch – einer Bäckerei besteht. Dafür hat
Martinsthal zwei Kirchen, wobei die neue wieder abgerissen und die alte, deren
Ursprung auf das Jahr 1429 zurückgeht, wieder reaktiviert werden soll. Eine
Grundschule gibt es schon längst nicht mehr und der Sportplatz liegt in
Rauenthal. Dass der Nachbarort in den vergangenen Jahren ein
Investitionsschwerpunkt der Stadt war und jetzt noch eine neue Kita erhält,
wurde in Martinsthal aufmerksam beobachtet. Aber dafür hat Martinsthal von
einer erfolgreichen Dorferneuerung profitiert, die unter anderem die
Marktplatzgestaltung, den Wildsau-Platz und Investitionen in private Projekte
ermöglicht hat, wie der Martinsthaler Landtagsabgeordnete Peter Seyffardt
hervorhebt.

Ortsvorsteher Schwiebode arbeitet weiter hartnäckig daran, in
der Hauptstraße eine Verkehrsberuhigung durchzusetzen.

Immer mehr zur Erfolgsgeschichte und zum „sozialen
Mittelpunkt“ des Orts hat sich der Weinprobierstand im Wiesental am Wallufbach entwickelt. Betreut wird er vom Verkehrsverein, der mit dem Dorfjubiläum seinen 85. Geburtstag feiert. Die soziale Infrastruktur sei intakt, sagt der Ortsvorsteher und verweist auf die Aktivitäten von Verkehrsverein, Turnverein, Feuerwehr und Gesangverein

Verkehrsverein wurde vor 85 Jahren gegründet Rheingau Echo

 

Pressebericht aus dem Rheingau Echo
von Frau Kaddar

 

 

 

Die Geschichte des Martinsthaler
Verkehrsvereins ist vor allem die Geschichte des Weinfests

 

Martinsthal. (chk) – Im Jahr des 650-jährigen Bestehen  Martinsthals

wird der Verkehrsverein 85 Jahre beziehungsweise 25 Jahre alt, denn vor 25

Jahren wurde der Verein organisatorisch auf „neue Füße“ gestellt und erstmals

ins Vereinsregister eingetragen. Karl-Werner Faust war der neue Erste

Vorsitzende, Walter Schlepper sein Stellvertreter, Bernd Köninger Kassierer und

Leo Hegebarth Schriftführer. Beisitzer waren damals Guido Arnold, Werner

Engelmann, Christian Faust und Christian Gebhardt. Drei der damaligen

Vorstandsmitglieder gehören auch heute dem  Vorstand an.

 

 

 

„1928 wurde der Verein von Franz Kopp
gegründet, der auch im selben Jahr

das erste Martinsthaler Weinfest ins Leben rief“, berichtet Bernd Köninger. Das

Martinsthaler Weinfest gehört zu den ältesten Weinfesten – wahrscheinlich ist
es  sogar das älteste Weinfest im Rheingau. Aus Überlieferungen und Fotos ist

bekannt, dass die Martinsthaler Weinfeste mit großen Umzügen gefeiert wurden.
Bei den Weinfesten vor dem Krieg gab es noch keine Weinkönigin, sondern eine „Herbstbraut“.

 

Beim ersten Weinfest nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1951 wurde Mathilde
Weber geborene Haas zur ersten Martinsthaler Weinkönigin gewählt. Ein Jahr später
wurde sie unter 17 Bewerberinnen zur Rheingauer Weinkönigin gewählt und war
damit die erste Rheingauer Weinkönigin, die aus Martinsthal stammte.

 

Damals konnte man noch Ortsweinkönigin und Rheingauer Weinkönigin zugleich
sein, und so trug Mathilde Weber die Martinsthaler Krone noch bis 1954. Gern
erinnert sich an ihre Zeit als Weinkönigin und an die Weinfeste der 1950er
Jahre zurück, erzählt von prächtigen Umzügen und dem fröhlichen und
farbenfrohen Weinfest. Bei der ersten Weinköniginnenwahl in Martinsthal wurden
ihr zwei Weinprinzessinnen zur Seite gewählt: Marianne Scholl und Erika Hampp.
Auf einem Wagen wurden die drei Weinmajestäten beim Weinfest durch die
Hauptstraße gefahren.

 

Damals beteiligten sich Winzer und Vereine mit mehr als zehn prächtig
geschmückten Motivwagen an den Weinfestumzügen. Tausende Besucher aus der
ganzen Region standen am Straßenrand und jubelten den Weinmajestäten, den Winzern
und den jungen Leuten auf den geschmückten Wagen zu. „Es bestand damals ein
sehr großes Interesse im Dorf, ein schönes und großes Weinfest zu feiern.

 

Viele freiwillige Helfer wollten dabei mitarbeiten“, erinnert sich. Bis 1956
fanden die aufwändigen und beliebten Weinfestumzüge noch statt. Immer weniger
Helfer und ein zunehmender Verkehr in der Hauptstraße führten dazu, dass diese
Tradition eingestellt wurde.

 

Bis heute ist die Organisation des  Weinfestes und die Unterstützung der Martinsthaler Weinmajestäten eine  satzungsmäßige Aufgabe des Verkehrsvereins.

 

Und so ist der Vorstand stolz auf „seine“Ortsweinköniginnen, von denen fünf
zu Rheingauer Weinköniginnen und zwei zu Deutschen Weinköniginnen gewählt
wurden.

 

Eine der Hauptaufgaben des Vereins ist das Betreiben des Weinprobier- und

Schlemmerstands, in den der Verkehrsverein in den letzten Jahren viel Geld

investiert hat. Das hat sich gelohnt: Für die Martinsthaler und Gäste aus der

Umgebung ist der Weinprobierstand eine wichtige Begegnungsstätte von Ende April
bis Oktober, was an der guten Bewirtung mit Speisen und Weinen der
Martinsthaler Winzer liegt und auch an der einmaligen Lage im Wiesental mit
Wallufbach, Spiel- und Bolzplatz, Bouleplatz und Tischtennisplatte.

 

 

 

Jubiläum als Herausforderung

 

Im Januar 2011 wurde der heutige Vorstand für drei Jahre gewählt. Kurz vor

der Wahl war nicht klar, ob sich ein neuer Vorstand zusammenfindet, was die

Existenz des Vereins und damit das Fortbestehen des Weinfests und des

Weinprobierstands gefährdet hätte. Nach kurzem zähen Ringen und einer
Verkürzung der Wahlperiode von fünf auf drei Jahre bahnte sich die Lösung an:
Ortsvorsteher Gregor Schwiebode, dem der unbedingte Erhalt des Verkehrsvereins
am Herzen lag, erklärte sich bereit, als Erster Vorsitzender zu kandidieren.
Elke Gebhardt, die nach zehn Jahren als erste Vorsitzende nicht mehr
kandidieren wollte, zeigte aufgrund der kürzeren Wahlperiode ihre Bereitschaft,
das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden zu übernehmen. Über die Änderung der
Satzung war vor der Wahl abgestimmt worden.

 

Brunhilde Kremer wurde als Schriftführerin wiedergewählt, und die damalige
stellvertretende Vorsitzende Andrea Jakob erklärte sich bereit, als Kassiererin
zu kandidieren. Dieser Posten war frei geworden, nachdem Bernd Köninger sich
dafür nach 23 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Er stimmte anschließend
zu, sich als Beisitzer zur Verfügung zu stellen.

 

Als Beisitzer arbeiten auch Guido Arnold, Christine Bösel,

Walter Schlepper, Frank Faust und Elena Benischke im Vorstand mit.

 

 

 

Dieser Vorstand steht nun vor der großen Herausforderung, das Fest zum

650-jährigen Jubiläum Martinsthals auszurichten, das auch gleichzeitig das

85-jährige Jubiläum des Weinfests ist und vom 23. bis 25.

August stattfinden wird. „Unser normales  Weinfest kann sich nicht mit

großen Rheingauer Festen wie dem Sektfest oder dem Erdbeerfest messen“, sagt

Gregor Schwiebode. „Es ist eher ein Fest für die Martinsthaler und die Gäste
aus  der näheren Umgebung. Beim Jubiläum wollen wir ein größeres Publikum

ansprechen.“ Alles soll in den Weinbergen  stattfinden, was auch

eine große logistische Herausforderung sein wird.  „Es soll ein

Riesenfest werden – und das erfordert von uns große Anstrengungen und viele

Investitionen“, versichert der Vereinsvorsitzende.

 

 

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